U17 verliert im Pokal bei Tornesch

Von Dirk Schallnass
Bei regnerischem Wetter trafen die Spielerinnen der Scala SC Alstertal-Langenhorn zum sportlichem Kräftemessen innerhalb des ersten Pokalspieles 2017 auf die Spielerinnen des FC Union Tornesch auf der wunderschönen Spielanlage in Tornesch.

Um 11:17 pfiff der Schiedsrichter, gekleidet in modischem Orange, das Spiel an. Relativ schnell zeigten sich allerdings die ersten Schwächen im Spiel von Scala. Neben der kompakten Verteidigung und dem Sturm fand der geneigte Zuschauer leider keine aktive Spielerin im Mittelfeld, demzufolge der Ball auch grösstenteils relativ schnell durch lange Pässe die Seiten wechselte.

Da Tornesch nicht nur über die laufstärkeren sondern auch schnelleren Spielerinnen verfügte, genügte ein Augenblick der Konfusion und der Ball zappelte bei Scala nach 18 Minuten im Netz. Nur 2 Minuten später wiederholte sich das Bild und es stand 0:2. Im Gegensatz zur brasilianischen Nationalmannschaft 2014 liessen sich die Spielerinnen von Scala aber nicht schwindelig spielen, ordneten vielmehr ihr Spiel und hielten Tornesch bis zum Ende der ersten Halbzeit ergebnistechnisch auf Abstand. Einen grossen Anteil hatte hier sicher auch die sehr gut haltende Torwartin!

Die zweite Halbzeit startete mit nachlassendem Regen. Glücklicherweise traf das auf die Motivation von Scala nicht zu. Vielmehr war eine merkliche Steigerung im Lauf, dem körperlichen Einsatz und der Geschwindigkeit bemerkbar. Dies lies sich allerdings anfangs nicht im Spielstand ablesen. Tornesch knüpfte vielmehr an ihre Spielweise aus der ersten Halbzeit an, hielt den Druck aufrecht und verbrachte die meiste Zeit in der Hälfte von Scala, wo sie dann auch sechs Minuten nach Wiederanpfiff das Triple vervollständigte, 0:3.

Das war dann anscheinend auch der endgültige Weckruf für die Spielerinnen von Scala. Wo in der ersten Halbzeit noch Beine müde schienen, wurde diese jetzt zielführend für den schnellen Vortrieb eingesetzt. Und jetzt waren auch die Chancen und der Zug auf das Tor deutlich sichtbar. Innerhalb weniger Augenblicke häuften sich die Möglichkeiten. Das Wort „Powerpressing“ lag in der Luft. Aber das Tor wollte nicht fallen. Vielmehr konnte Tornesch nach optimierbarer Abwehrleistung seitens Scala auf 0:4 erhöhen.

20 Minuten nach Wiederanpfiff kam es dann am Spielfeldrand zu einer kaum bemerkten Szene. Die Stürmerin von Scala wurde bandagiert. Und als gebe ihr das genau die nötige Stütze, gelang ihr nur 3 Minuten später ein sehr sehenswerter Lupfer, unter Freunden des Rasensport auch gerne scherzhaft als „Bogenlampe von der Strafraumkante“ bezeichnet. Endlich war das Tor erzielt. 1:4 aus Sicht von Scala.

Tornesch bleibt wiederum so lange am Ball, bis dieser nach weiteren 5 Minuten im Netz von Scala zappelt. 1:5. Hier war einmal mehr ein schneller Konter Mittel zum Zweck.

Es kam immer mehr Fahrt in das Spiel und nach weiteren 2 Spielminuten wurde der Aufwand, den die Spielerinnen von Scala in der zweiten Halbzeit betrieben, noch einmal von Erfolg gekrönt. Wieder kann Sara den Ball über die Torwartin heben und im Tor versenken. 2:5!

Und als gebe es kein Morgen, wurde nun beiderseits schnell, munter und mit hohem körperlichen Einsatz weitergespielt. Es fielen aber keine Tore mehr sondern nur noch der Schlusspfiff. Danke an beide Mannschaften für das sehenswerte Spiel!

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