Die E1 und ihr „Daneben-Tag“

von Tanja Gottschewsky
Für die E1-Mädchen stand ein Auswärtsspiel bei Komet Blankenese an. Diese Duelle werden regelmäßig mit Spannung und Aufregung erwartet, sind beide Vereine oft auf – das darf man wohl sagen – fußballerisch ähnlich hohem Niveau, die Duelle hart umkämpft. Welche Mädels von Komet uns genau erwarteten, war noch unklar – die uns bekannten Mädels oder in der E-Jugend neue Gesichter?

Scheinbar teilt Blankenese die Spielerinnen strikter nach Jahrgang auf; die uns in letzter Zeit bekannten spielten kurz vorher als E2, bei unseren Gegnerinnen handelte es sich somit scheinbar um eine reine 2007er-Mannschaft. Dies merkte man dann doch das eine oder andere Mal im Spielverlauf – die Komädchen waren körperlich sehr präsent gegen unsere gemischte Mannschaft aus 2007-, 2008-, und 2009er-Mädchen.

Es entwickelte sich wie erwartet ein umkämpftes Spiel, in dessen Verlauf sich Scala einige Chancen herausspielte. Doch der Ball wollte einfach nicht ins Tor. Und wie es so ist – macht man den Ball vorne nicht rein, fängt man ihn hinten. Blankenese netzte noch in der ersten Halbzeit zum 1:0 ein. Doch aufgrund der bisher gezeigten Leistung von Scala bestand bei den Zuschauern eigentlich kein Zweifel, dass in der zweiten Halbzeit mindestens noch der Ausgleich fällt.

Auch in der zweiten Halbzeit spielte sich das Geschehen (natürlich subjektiv gesehen) hauptsächlich in der Hälfte von Komet ab. Die Gegnerinnen hatten sich allerdings aufs Verteidigen verlegt und warteten höchstens mal auf Konterchancen. Trotzdem erarbeiteten sich die Scala-Mädchen auch wieder einige (Groß-)Chancen. Aber Chance um Chance ging der Ball auch in der zweiten Hälfte am Tor vorbei. Der Scala-Zuschauer-Block war schier am Verzweifeln; auch war für diese Zuschauer-Seite völlig klar, dass die Schiedsrichterin mehrere deutliche Handspiele von Komet übersehen und somit nicht gepfiffen hat.

Doch wie es eine Scala-Spielerin treffend beschrieben hat: Heute war für Scala einfach ein „Knapp-Daneben-Tag“ – und ob Scala eventuell zugestandene Freistöße oder Neunmeter tatsächlich an so einem Tag ins Tor verfrachtet hätte, lassen wir jetzt mal dahingestellt 😉

Um es zusammenzufassen: Mindestens ein Unentschieden wäre dem Spielverlauf nach völlig verdient gewesen, es sollte aber einfach nicht sein. Und der Trainer hat trotz seines jungen Alters sicherlich das eine oder andere graue Haar bekommen 🙂

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