E1: Freud und Leid in Bergedorf

Und dabei hatte es so gut begonnen … also, mal abgesehen von der abenteuerlichen Anreise durch die dichte Nebelsuppe an einem feucht-kalten Sonntagmorgen. Das erste Spiel des Tages gegen den bis dahin ungeschlagenen Tabellenführer Duwo 08 hatte SCALA dank einer konzentrierten Leistung mit 2:0 gewonnen und dabei nur in den Anfangsminuten Schwierigkeiten gegen die ballsicheren und kombinationsstarken Mädchen aus den Walddörfern gehabt. Danach lief es – und die beiden Tore krönten eine überzeugende Vorstellung der Himmelblauen.

Der Spieltag versprach schon nach der ersten Begegnung ein totaler Triumph zu werden. Es kam aber leider anders. Nach dem frühen Höhenflug folgte die Ernüchterung schon gegen die Defensivkünstlerinnen vom FFC Elbinsel. Freie Räume und durchdachte Ballstafetten waren schlagartig Mangelware. Der gute Wille war zu erkennen, doch das reichte nicht zu mehr als einem torlosen Remis in einem an Chancen und Höhepunkten armen Spiel.

Das Auf und Ab ging munter weiter. Gegen Lohbrügge stellten zwei frühe Tore die Weichen schnell auf einen ungefährdeten Sieg. Der Ball lief immer wieder gefällig durch die eigenen Reihen. Aber auch hier zeigten sich die Grenzen der jungen SCALA-Auswahl: zum einen durch das etwas ungestüme Auslassen weiterer Großchancen, zum anderen einmal mehr durch ein sorgloses Defensivverhalten, das gegen diesen Gegner jedoch folgenlos blieb.

Der Rausschmeißer gegen Rahlstedt geriet zum Tiefschlag. Mit einem uninspirierten und verkrampften 0:0 verspielte SCALA vollends die Möglichkeit, sich in der Tabelle vorne abzusetzen. Tröstlich bleibt die Erkenntnis, dass dennoch weiterhin aus eigener Kraft eine Top 3 Platzierung möglich ist, die zum Einzug ins Hallenmeisterschaftsfinale berechtigt. Dazu bedarf es allerdings einer größeren Konstanz und einer optimalen Einstellung auch gegen vermeintlich schwächere Gegner. Das Potenzial ist ohne Frage vorhanden, daher lebt der Traum vom Finale auch nach diesem eher durchwachsenen Spieltag ungebrochen weiter.