U13 im Pokal ohne Glück

Im Viertelfinale kam es zum Aufeinandertreffen mit Rahlstedt. Dabei war die Mannschaft aus dem Osten Hamburgs Favorit, schließlich haben sie sich im Winter zum Hallenmeister küren können. Da sie auch noch direkter Staffelkonkurrent sind, war alles für einen spannenden Pokalkracher gegeben.
Bei nach wie vor über 20 Grad und knallender Sonne versuchten wir direkt gut ins Spiel zu kommen. Wir haben den Gegner immer früh gestört und unter Druck gesetzt. Etwas das ihnen wohl nicht zu schmecken schien, so konnten sie immer nur uneffektive lange Bälle spielen. Immer wieder hatten wir gute Balleroberungen und versuchten das Spiel schnell zu machen. So kamen wir in der ersten Viertelstunde bereits zu drei großen Chancen über Julika und Nele. Leider hat keiner der Schüsse das Tor gefunden. Nach einer kurzen Trinkpausenunterbrechung ging es weiter. Den hohen Temperaturen geschuldet mussten wir das Tempo ein wenig runterfahren und Rahlstedt bekam mehr Räume. Allerdings schafften wir es immer wieder die gefährlichen Räume vor unserem eignen Tor so zu verengen, dass wir nichts Gefährliches auf unser Tor kam.
Im zweiten Durchgang haben wir versucht, das Tempo wieder hochzufahren. Und direkt kamen wir zu guten Gelegenheiten, doch nach wie vor waren die Abschlüsse zu ungenau. Und dann kam es wie es kommen musste. Wer sie vorne nicht rein macht, der wird hinten bestraft. So sehr dieser Satz nervt, so wahr ist er doch. Aus guten 35 Metern und fast von der Seitenauslinie fasste sich die großgewachsene Nummer 14 bei Rahlstedt ein Herz und schoss aufs Tor. Eigentlich eine völlig ungefährliche Situation, aber den Ball wird sie in ihrem ganzen Leben wahrscheinlich nie wieder so treffen. Die Bogenlampe flog über Freund und Feind hinweg und landete am oberen linken Innenpfosten und von da aus ins Tor: Unhaltbar!! Die Führung für die Heimmannschaft war mehr als unverdient zu diesem Zeitpunkt. Aber wir haben nicht aufgesteckt, sondern weiter die Offensive gesucht. Langsam schwunden die Kräfte. Nach einem weiteren hohen Ball, den Caro im Tor erst noch super abwerte landete der Nachschuss auf dem Fuß einer Rahlstedterin, 2:0. Unser wütendes Anrennen wurde nicht belohnt, trafen wir nach einer super Chancen von Julika nur den Pfosten und Neles toller Schuss wurde gerade so gehalten. Am Ende kassierten wir noch das 3:0.
Unter dem Strich müssen wir uns nur vorwerfen, nicht schon in der ersten Halbzeit ein Tor gemacht zu haben. Denn es war ein super Spiel von uns, in allen Belangen waren wir dem Gegner überlegen. Ein Sonntagsschuss plus Pech auf unserer Seite. So scheiden wir früher aus, als wir uns das erhofft haben. Rahlstedt hingegen steht in der nächsten Runde. Um den Pokal zu gewinnen, müssen sie aber mehr auspacken als die uninspirierenden langen Bälle wie gegen uns.