E1 mit Sieg beim Dento Cup

Das Pfingstfest wird in diesem Jahr nicht nur für das überragende Wetter in Erinnerung bleiben, sondern auch für Fußball satt. Zwar gelang es erneut nicht, einen Airport Cup für die E-Mädchen auf die Beine zu stellen, dafür hatte Karstens Truppe am Montag beim Dento Cup gemeldet – getreu dem Motto: Heute bleibt die Küche kalt, spielen wir in Altona halt.

Doch auch schon am Sonntag rollte der Ball für die 2007er und 2008er: Am Hermann-Löns-Platz ging es im Freundschaftsspiel gegen die E1 der ETV Kickbees, ein Spitzenteam aus der starken Staffel – und das zum allerersten Mal auf dem 9er-Feld. Die erste Halbzeit war auf beiden Seiten noch merklich von Unsicherheit geprägt, weshalb der Ball nur sehr selten in Tornähe kam. Nach ausgeglichenem Spiel stand es zur Pause schiedlich-friedlich und leistungsgerecht 0:0. Den Einstieg in Hälfte zwei verschlief SCALA leider komplett, ließ sich am eigenen Strafraum festnageln und geriet innerhalb weniger Minuten 0:3 in Rückstand. Damit war die Partie entschieden und es reichte nur noch zum wunderbar herausgespielten Anschlusstreffer, bevor die Kickbees mit einem feinen Kunstschuss wieder auf 4:1 erhöhten. Spaß hat es trotzdem gemacht – Spiele gegen starke Gegner haben ihren besonderen Reiz, da darf man auch mal verlieren. Das kann ja sogar ganz lehrreich sein.

Am Montag hieß es dafür: Genug gelernt – jetzt blasen wir zur Pokal-Jagd! Das war allerdings kein ganz leichtes Unterfangen, denn die Veranstalter von Altona 93 prunkten mit einem 10er-Teilnehmerfeld. Der Weg zum Cup führte also durch Gruppenphase, Halbfinale und Finale – Ausrutscher strengstens verboten. Leider gab es nicht die Chance zur Revanche für die Pleite vom Vortag, da der ETV nicht seine E1 geschickt hatte und der Mitfavorit HSV blieb unverständlicher Weise ohne Angabe von Gründen ganz weg und wurde spontan durch eine bunt gemischte und ständig wechselnde Allstar-Truppe ersetzt. Trotzdem waren ausreichend starke Teams dabei – ein besonderes Highlight war Komet 2 in der anderen Gruppe.

In der beginnenden Mittagshitze ging es los gegen Team Schwarz der Gastgeberinnen und schon nach weniger als einer Minute zappelte der Ball im Netz der AFC Deerns. Die Vorrunde geriet insgesamt – abgesehen von einem kleinen Wackler gegen den nächsten Staffelgegner aus Halstenbek – zum relativ glatten Gang. Vier Siege ohne Gegentor bedeuteten einen ungefährdeten ersten Platz in der Gruppe.

Trotz des straffen Turnierplans und ungeachtet der sommerlichen Temperaturen hielt SCALA die Spannung hoch und steigerte sich sogar von Spiel zu Spiel. Auch im Halbfinale konnte das Team überzeugen, ging früh in Führung und steuerte scheinbar sicher aufs Endspiel zu, als aus dem Nichts eine unfassbare Bogenlampe im SCALA-Gehäuse einschlug. Das erste Gegentor – ein Sonntagsschuss am Montag. Aber noch war ja Zeit, doch trotz drückender Überlegenheit wollte kein Treffer mehr fallen. Es ging also ins ungeliebte Neunmeterschießen – was zuletzt meistens das Aus bedeutet hatte. In einem wahnsinnig spannenden Shoot-Out vergaben beide Teams mehrfach die Chance, den goldenen Schuss zu setzen, ehe Sara den Ball – unter dem frenetischen Jubel des SCALA-Trosses – irgendwie durch die AFC-Torfrau hindurch ins Netz beförderte.

Das Glück hatten sich die Mädchen zuvor durch ihr engagiertes Spiel verdient. Jetzt also Fi-na-le! Und zwar gegen keinen Geringeren als unseren Lieblingsrivalen Komet Blankenese, der seine starke E2 entsendet hatte. Gegen keinen Verein haben unsere Mädels zuletzt häufiger gespielt – und eigentlich ging es immer richtig um die Wurst. Jetzt also auch wieder, nur wer würde dieses Mal das bessere Ende für sich behalten? SCALA spielte gut, aber Komet hielt gut dagegen und zehn Minuten sind schnell vorbei … Am Ende stand es immer noch 0:0 – erneut musste die Entscheidung vom Punkt fallen und erneut behielten die Blauen die Oberhand. Der Rest war Jubel!

Auch wenn Fußball ein Mannschaftssport ist, hat sich Jojo doch eine Extra-Würdigung verdient. Am Pfingstmontag schien endgültig der heilige Kickergeist in sie gefahren zu sein. Nicht genug damit, dass sie in jedem Gruppenspiel mit verblüffender Regelmäßigkeit das entscheidende Tor erzielte, in den beiden Neunmeterschießen zeigte sie mit wahnsinnigen Paraden auch noch, welch famose Torfrau in ihr steckt. Aber allen Spielerinnen gebührt Lob für eine sehr starke Leistung. Jede Einzelne ist in der Hitze an ihre Grenze gegangen – und alle zusammen haben als Team überzeugt. Die gute Arbeit von Leon und Karsten trägt Früchte. Und der schmucke Dento Cup ist eine echte Bereicherung der wachsenden Trophäen-Sammlung.