E1 mit „Revanchen-Spielen“ beim Löwinnen-Cup

Am Sonnabend hatte der VfL Pinneberg zum diesjährigen Löwinnen Hallen-Cup der E-Mädchen mit zehn Teams aus Hamburg, Schleswig-Holstein und Bremen geladen. Aufgrund einer kurzfristigen Absage musste ein Allstars-Team aus wechselnden Spielerinnen aller Vereine als fünfte Mannschaft der zweiten Vorrundengruppe starten.

Der Turnierplan sah vor, dass mit den Mädchen vom ETV, SC Victoria und SCALA alle drei gemeldeten Meisterschaftsfinalisten in einer Gruppe antreten mussten. Aber nur die beiden ersten Plätze konnten sich für das Halbfinale qualifizieren. Schnell war also klar, dass der erste Patzer eines der drei Teams für das frühzeitige Ende einer Pokalhoffnung sorgen würde.

Für die E1 standen als erste Gegnerinnen die Victoria-Mädchen auf dem Spielfeld. In allen bisherigen Spielen der Saison konnte sich SCALA behaupten. In der Finalrunde der Meisterschaft war es den Vicki-Mädels zwar gelungen, in Führung zu gehen, doch SCALA hatte aufgedreht und das Spiel 3:1 für sich entschieden. Die Gegnerinnen aus Lokstedt waren entsprechend heiß auf eine Revanche und erwischten den besseren Start ins Spiel. Eine schöne Einzelaktion brachte Victoria auch in diesem Spiel in Führung. Die SCALA-Mädchen rannten nun mit der tickenden Uhr im Nacken einem Rückstand hinterher und verlagerten das Spiel nahezu komplett in die gegnerische Hälfte. Nur der Ball wollte einfach nicht ins Tor. Im Minutentakt vergaben die Spielerinnen Torchancen bis schließlich der Schlusspfiff ertönte. Diese Turniereröffnung kam einer kalten Dusche gleich. Rechnerisch war das Halbfinale zwar noch drin. Aber dafür musste alle weiteren Spiele gewonnen werden.

Doch als zweiter Gegner wartete mit den ETV-Mädchen niemand geringeres als die Hamburger Vizemeisterinnen auf SCALA. Ein Unentschieden gegen das ETV-Team im letzten Spiel des Meisterschaftsfinales hatte SCALA für den Titel gereicht. Die Eimsbüttlerinnen hatten also ebenfalls noch eine Rechnung mit SCALA offen und drängten auf einen Sieg. Beide Teams zeigten ein Spiel auf Augenhöhe, das abermals torlos blieb. Doch im Gegensatz zur Meisterschaft reichte den SCALA-Mädels diesmal ein Unentschieden nicht, um sich in der Gruppe wieder auf einen Halbfinalplatz zu schieben. Und nun hatten sie es auch nicht mehr selbst in der Hand, sondern mussten auf einen Sieg von Victoria gegen den ETV hoffen.

Doch zunächst stand die Partie gegen das zusammengewürfelte Allstars-Team unter der Leitung der VfL- und Victoria-Trainer auf dem Programm. Eine Aufgabe, die die SCALA-Mädchen souverän lösten und das Spiel mit einem 2:0 für sich entschieden.

Das anschließende mit Spannung erwartete Duell zwischen dem ETV und Victoria endete mit einem 1:0-Sieg der Eimsbüttlerinnen. Für SCALA konnte es dadurch bereits jetzt nur noch um Platz 5 gehen.

Im letzten Gruppenspiel warteten die im Turnierverlauf sieglosen Spielerinnen vom TSC Wellingsbüttel, die der Spielfreude und Torgefahr der Nachbarinnen von SCALA nichts entgegenzusetzen hatten. So gab es zum Ende der Vorrunde noch einen 4:0-Sieg zu bejubeln.

Dann hieß es erst einmal warten. Das Spiel um Platz 5 stand erst nach den Halbfinals und den Spielen um die Plätze 7-10 auf dem Turnierplan. Bis es also soweit war, hatte sich die schon leicht erschöpfte SCALA-Anhängerschaft bereits über fünf Stunden auf den Tribünenbänken herumgedrückt, die Hallengastronomie getestet und reihenweise Eisbeutel gereicht.

Die Mädchen allerdings zeigten keinerlei Müdigkeit und wollten das letzte Spiel gegen die 2009er-Mädchen vom ETV noch unbedingt für sich entscheiden. Die durchaus zweikampffreudigen Spielerinnen aus Eimsbüttel setzen sich mit allen Mitteln zur Wehr. Trotzdem landete der Ball (nach einem vorherigen Foulspiel an der SCALA-Stürmerin) samt ETV-Schlussfrau im Tor. Die Unparteiische entschied allerdings auf Abstoß und so endete die reguläre Spielzeit torlos. Im 7-Meter-Schießen brillierten sowohl die Schützinnen und verwandelten zwei von drei Schüssen, als auch Torhüterin Rebecca, die zweifach parierte und sich als echte 7-Meter-Killerin präsentierte. 

Im Finale setzten sich die ETV-Mädchen gegen das Team von Buntentor Bremen ebenfalls im 7-Meter-Schießen durch und durften den Pokal mit nach Hause nehmen. Altona 93 sicherte sich Platz 3 vor Victoria.

Das SCALA-Team feierte sich in der Kabine für eine insgesamt gute Turnierleistung. Am Ende der Ferien wartet das nächste Event mit dem Turnier in Henstedt-Ulzburg.