U17 siegt bei HEBC unter Flutlicht

Der Termin für unser Auswärtsspiel bei HEBC war schon so etwas unglücklich: Sonnabend, 19 Uhr. Da durch die vorigen Spiele aber eine Verzögerung entstanden war, wurde tatsächlich erst um 19:50 Uhr angepfiffen, so dass sich die zahlreich angereisten SCALA-Supporters die Wartezeit auf dem Osterstraßenfest verkürzten. Bei klarem Wetter und kalten Temperaturen nahm das Spiel schnell Fahrt auf und es entwickelte sich eine 1. Halbzeit zwischen zwei Teams auf Augenhöhe, wobei unsere Mädchen mehr Zug zum Tor hatten und sich daher auch mehr Chancen erspielten. In der 8. Minute scheiterte Lara G., danach hatte HEBC kleinere Möglichkeiten, die aber sicher von Julia im Tor entschärft wurden. In der 20. Minute hätte Lara P. beinahe eine Ecke von Finja verwerten können, aber der Ball ging links vorbei. Eine Minute danach die größte Möglichkeit der 1. Hälfte, als Finja nach einem weiten Ball von Nele W. die gestartete Lara G. mit einem öffnenden Diagonalpass auf halblinks einsetzte, aber die Torhüterin von HEBC konnte den Schuss blocken. Es folgte eine Reihe von Ecken für SCALA, die alle von Finja sehr gefährlich in die Mitte gebracht wurden. Bei der vierten Ecke hatte Finja dann wohl genug: sie schoss den Ball so scharf und angeschnitten von links in die Mitte, dass dieser direkt oben rechts im Tor einschlug (33.)!!!! Verdacht auf Tor des Monats. In der 35. Hätte Lara G. erhöhen können, als sie einen Abstoß abfing, sich gut gegen zwei Leute durchsetzte, aber dann den Schuss verzog. HEBC spielte weiter mit, aber eigentlich hatte die aufmerksame Abwehr mit Anna A., Pauli und Anna V. die Sache sicher im Griff. Kurz vor der Halbzeit dann aber der Ausgleich, als wir einen Zweikampf im zentralen Mittelfeld verloren und HEBC den in der Mitte entstandenen Raum zu einem schönen Spielzug nutzte: der Ball ging schnell auf halblinks nach vorn, wo die Außenstürmerin nach innen gezogen war und Julia aus etwa 10 Metern keine Chance ließ.

In der Halbzeit wurde das Flutlicht angemacht, eine Atmosphäre, die unsere Spielerinnen offensichtlich beflügelte. Das Mittefeld mit den beiden sehr starken Außenspielerinnen Lena und Sophie war jetzt sehr zweikampfstark und ballsicher, die Zentrale beherrschten Nele W. und die mit zunehmender Spieldauer immer stärker werdende Lara P. Hinten organisierte Pauli sehr umsichtig, die zur Halbzeit eingewechselte Antonia ließ ihre schnelle Gegenspielerin gar nicht erst ins Tempo kommen, indem sie immer direkt bei der Ballannahme störte. Und dass die Gegenspielerinnen von Anna V. spätestens zur Halbzeit völlig entnervt sind, kennen wir ja schon 😉. Vorn ging jetzt mehr über die linke Seite, wo die wahnsinnig lauffreudige Jana und Lara G. schnelle Kombinationen zeigten.  Direkt nach Wiederanpfiff hatte Jana schon die Chance zum Führungstreffer, als sie sich toll durchsetzte, aber nicht genug Druck hinter den Ball bekam. Wenig später setzte sich Lara G. wieder auf links durch und fand Jana in der Mitte. Deren abgewehrter Schuss prallte wieder zu Lara G., die aber nur den linken Pfosten traf. Aber da der Fußballgott (meistens) gerecht ist, fiel in der 45. Minute das 2:1 für SCALA: wieder hatte Lara G. Jana geschickt, deren Schuss die Torhüterin abwehren konnte. Den Klärungsversuch einer Verteidigerin blockte Lara G. ab und der Ball flog in hohem Bogen ins Tor – ein etwas kurioser, aber verdienter Torerfolg. Es ging weiter mit SCALA Chancen: nach einer Ecke kam Nele W. am 16er zum Schuss, der gehalten wurde. In der 58. dann die Vorentscheidung, als Finja Lara G. erneut mit einem schönen Diagonalpass freispielte. Wieder konnte die Torhüterin halten, aber die in der zweiten Halbzeit überall zu findende Lara P. stand genau richtig und schoss den Ball überlegt ins Tor. Nele W. und Lara P. initiierten nun aus der Mitte immer wieder schöne Angriffe, aber das vierte Tor wollte nicht fallen. Dann kam doch noch eine Schrecksekunde, als die Abwehr den einzigen kleinen Fehler in diesem Spiel machte und die Stürmerin von HEBC ganz frei aufs Tor zulief. Die Fans von HEBC hatten den Torschrei schon auf den Lippen, hatten aber nicht mit Julia gerechnet, die einen sagenhaften Reflex zeigte und den Ball halten konnte!!! In der Schlussphase half Celine noch mit, den Sieg über die Zeit zu bringen, der aufgrund der starken zweiten Halbzeit und einer sehr geschlossenen Mannschaftsleistung völlig verdient war.