D1: Heimniederlage gegen Kickbees

Am 4. Spieltag der Meisterstaffel stand ein richtiges Spitzenspiel auf dem Programm. Der Zweite empfing den Ersten. Trotzdem lag vor dem Anpfiff die Favoritenrolle klar bei den Gästen aus Eimsbüttel, die seit Jahren den Jahrgang dominieren und in schönster Regelmäßigkeit fast alle Titel abräumen.

Der Respekt vor den Kickbees war groß – vielleicht im Nachhinein betrachtet sogar zu groß. Die extra eingeübte defensivere Aufstellung mit zwei 3er-Reihen machte zwar wie geplant die Räume für die Kickbees eng, ließ die Blauen aber selbst nicht richtig ins Spiel finden. Der Abstand zu den an der Mittellinie lauernden Stürmerinnen war zu groß, der tödliche Steilpass aus der Tiefe gelang nicht und so kam SCALA in Halbzeit eins kaum in Tornähe.

Die Eimsbüttlerinnen kontrollierten das Mittelfeld und deuteten ihre Klasse in einigen Situationen an, als der Ball gefällig durch die eigenen Reihen lief. Die ganz in Weiß spielenden Tabellenführerinnen gaben auch einige gefährliche Torschüsse ab, in die Box gerieten sie aber eigentlich nur nach Standardsituationen. Beim 0:1 gelang es ihnen einmal doch über die linke Seite, das zweite Tor resultierte aus einem Missverständnis in der SCALA-Abwehr, nach dem der Ball für einen Moment frei in Mittelstürmer-Position liegen blieb und von einer Gäste-Stürmerin eingeschossen wurde.

Nach dem Wechsel wurden die SCALA-Mädels mutiger und versuchten im gewohnten 3:4:1 den Rückstand aufzuholen. Und siehe da, plötzlich war es ein Spiel auf Augenhöhe. Zunehmend gelangen eigene Angriffe mit schönen Spielzügen, es ergaben sich auch Torchancen, die aber leider ungenutzt blieben. Die Kickbees blieben ebenfalls gefährlich, kamen aber nicht zu mehr als dem 0:3 durch einen prächtigen Volley-Schuss. Dazu trug auch Judith im SCALA-Kasten bei, die einen sehr guten Tag erwischt hatte und mit mehreren guten Paraden glänzte.

Die Niederlage war verdient und kam nicht überraschend. Für die D1 bleibt die Erkenntnis, dass sie auch mit den besten Teams aus dem Jahrgang 2006 mithalten kann – und ruhig konsequent ihr eigenes Spiel aufziehen sollte. Dazu hat sie schon am Mittwoch wieder Gelegenheit, wenn der neue Tabellenzweite Walddörfer zum Gastspiel am Beckermannweg aufläuft.