D1: Großer Kampf gegen den WSV

Wenige Tage nach dem Stresstest gegen die Kickbees stand für die D1 gleich der nächste Knaller auf dem Programm. Erneut am Beckermannweg ging es gegen den Walddörfer SV, ein Team, das zu den Schwergewichten des Jahrgangs 2006 gehört.

Vor einigen Wochen im Testspiel war es gegen den WSV noch 1:1 ausgegangen – und auch die Neuauflage bot ein erfreulich ausgeglichenes Spiel. SCALA stand wieder gut in der Defensive und störte den gegnerischen Spielaufbau, so dass der Tabellenzweite nur durch Distanzschüsse gefährlich wurde, die aber allesamt ihr Ziel verfehlten. Nach vorne lief bei den Blauen selbst in Halbzeit eins noch nicht viel zusammen.

Das änderte sich nach der Pause, als die Gastgeberinnen über weite Phasen die bessere Mannschaft waren und sich nun auch Großchancen herausspielten. Erst schoss Lucie an den Pfosten und dann folgte der schönste Angriff des Spiels, eine Szene, wie man sie eigentlich nur aus der Sportschau kennt: Frieda kratzte einen Steilpass in den Rücken der WSV-Abwehr noch von der Grundlinie und flankte aus vollem Lauf scharf in die Mitte, wo Lucie in zentraler Position direkt aufs kurze Eck zielte. Leider konnte die gute WSV-Torfrau noch retten, sonst hätten die begeisterten SCALA-Ultras an der Seitenlinie das Tor des Monats feiern dürfen. Das fiel dafür kurz darauf – so ist der Fußball – auf der anderen Seite, als eine Gäste-Spielerin zehn Minuten vor dem Abpfiff einen Eckball kunstvoll direkt verwandelte.

Die SCALA-Mädels konnten den Gegentreffer nicht mehr kontern, begeisterten aber mit ihrem aufopferungsvollen Kampf um jeden Ball gegen Mädchen, die gefühlt im Mittel einen Kopf größer waren. In der Vorwärtsbewegung mangelte es vielleicht auch deshalb manchmal an der letzten Durchschlagskraft – in einigen Situationen fehlte einfach nur das nötige Schussglück. Und so wäre die Partie, auch weil Judith sich als Torfrau im Rekordtempo zu einem echten Rückhalt entwickelt hat, ohne die Wahnsinns-Ecke wahrscheinlich torlos unentschieden ausgegangen. Es wäre ein 0:0 der deutlich besseren Sorte gewesen – und letztlich auch das gerechtere Ergebnis.

Aber auch so hat das Spiel allen Zuschauern Spaß gemacht. Es ist eigentlich schade, dass jetzt so eine lange Pause ansteht, bevor zum Saison-Endspurt mit Pinneberg und Bergedorf noch zwei spannende Aufgaben warten.