D1: Glatter Auswärtssieg in Harburg

Die Partie beim HTB stellte die U13 zumindest logistisch vor ihre bisher schwierigste Aufgabe. Doch trotz der Teilsperrung auf der A7 und ungeachtet des üblichen Elbtunnel-Wahnsinns konnten alle Spielerinnen pünktlich mit auflaufen. Weil Head Coach Karsten verhindert war, leitete Nele die Mission Auswärtssieg und hatte dafür auf ein 3-4-1 umgestellt.

Der Harburger Turnerbund verfügt im äußersten Süden Hamburgs über eine sehr schöne und vor allem weitläufige Anlage. Auf dem ungewöhnlich kurzen Spielfeld war es aber dennoch so eng wie auf der A7 bis Heimfeld. SCALA versuchte es in der Anfangsphase trotzdem vielfach durch die Mitte, doch hier gab es kaum freie Räume. Lange Pässe landeten mit ziemlicher Sicherheit im Toraus und der Schiedsrichter pfiff konsequent jeden knappen Ball gegen die Angreiferinnen als Abseits ab. So kam die Kombinationsmaschine bei den Blauen zunächst nicht richtig in Gang.

Im Mittelfeld wurde leidenschaftlich um jeden Ball gekämpft, die Gastgeberinnen standen dicht gestaffelt und ließen wenig zu. So entstand die erste Großchance auf die Gäste-Führung nach einem Freistoß aus zentraler Position, den Narine schön über die Mauer ins lange Eck zirkelte, dort aber auf der Torlinie eine Mitspielerin traf. Kurz darauf konnte die ansonsten ausgezeichnete HTB-Torfrau einen Ball nicht festhalten und lenkte ihn dabei Milli direkt vor die Füße, die artig danke sagte und zur mittlerweile verdienten Führung abstaubte.

Zur Pause stand es nur 1:0 für SCALA – ein gefährliches Ergebnis, weil auf dem kleinen Spielfeld schon eine gelungene Aktion oder ein überraschender Pass zu einer Torchance führen konnte. Doch SCALA kontrollierte das Spiel weiterhin und ließ bis zum Abpfiff nur einen einzigen Torschuss zu, der Rebecca, die in Abwesenheit von Judith und Maja eine weitgehend ungestörte Stunde im Kasten verbrachte, vor keine ernsthaften Probleme stellte.

Sara, Lahja und Riley verteidigten hoch und unterbanden potenziell gefährliche Aktionen schon in der Entstehungsphase. Im Mittelfeld sorgten Diba, Narine und Julia für spielerische Überlegenheit, Luisa, Emma, Frieda und Lina brachen immer wieder über die Außen durch und fütterten Milli mit Flanken, die als Sturmspitze für Unruhe vor dem gegnerischen Tor sorgte.

Als Emma einen Steilpass erlief, dabei zu ihrer spürbaren Verwunderung ausnahmsweise nicht zurückgepfiffen wurde und  zum 2:0 einnetzte, war die Entscheidung endgültig gefallen. Kurz darauf zog Lahja eine ihrer gefährlichen Ecken so scharf vors Tor, dass die irritierte HTB-Torfrau den Ball nur noch ins eigene Gehäuse lenken konnte.

In der zweiten Halbzeit kam SCALA konsequenter über die Flügel und zeigte dabei auch wieder sein ansprechendes Passspiel. Das schönste Tor des Tages fiel dennoch nach einer Einzelaktion durch die Mitte. Narine ließ auf ihrem Weg in den gegnerischen Strafraum vier Gegenspielerinnen wie Slalomstangen stehen und knallte den Ball unhaltbar an den Innenpfosten, von wo er im HTB-Kasten einschlug. Und Narine stand noch einmal im Mittelpunkt, als sie mit dem Schlusspfiff eine Ecke in bester Luisa-Manier in die Maschen schädelte.

Am Ende stand ein ungefährdeter 5:0-Erfolg und die Erkenntnis, dass diese D1 auf dem Weg zum Staffelsieg kaum mehr aufzuhalten sein dürfte. Am letzten Spieltag kommt der SC Vier- und Marschlande an den Beckermannweg, doch zuvor steht die zweite Pokalrunde gegen die Zweite von Komet Blankenese auf dem Programm.