C1 mit Auswärtssieg in Pinneberg

An diesem Sonntag stand mal wieder eine Reise ins Hamburger Umland an, die C1 der Pinneberger Löwinnen baten zum Punktspiel. Trotz des jahrelangen Groundhoppings im Großbereich Hamburgs war die nun festgelegte Spielstätte eine eher unbekannte – der Belag allerdings ein guter bekannter, spielen unsere Ligakameradinnen aus Pinneberg doch überwiegend auf Naturrasen. Die Scala-Mädchen waren zunächst nicht ganz so begeistert, da diese wiederum fast ausschließlich auf Kunstrasen trainieren und spielen. Doch auch in höheren Ligen wird in der Diskussion um Kunst- und Naturrasen immer wieder dargelegt: „Zur Fußballtradition gehört der Naturrasen – die Spieler[innen] sollen den Geruch von echtem Rasen in der Nase haben!“

 

So ging es also in ein auf mehrfache Weise traditionelles Duell; denn neben dem konventionellen Geläuf trafen diese beiden Teams auch ansonsten schon häufig aufeinander. Allein in dieser Saison war es das dritte Zusammentreffen: Während es im ersten Spiel auf natürlichem Untergrund aus Sicht von Scala nur zu einem Unentschieden reichte, gelang den Alstertaler Mädels auf dem heimischen Kunstrasen ein deutlicher 13:1-Sieg. Laut Studien gibt es tatsächlich unterschiedliche Auswirkungen von Kunst- bzw. Naturrasen — so soll sich zum Beispiel die Offensive auf Kunstrasen als besser erweisen, es werden statistisch mehr Pässe gezählt. Die Ergebnisse der ersten beiden Spiele scheinen diese Beobachtungen zu stützen. Wurde Scalas Offensive also wieder vom grünen Teppich gebremst?

 

Schon nach einer viertel Stunde sollte sich zeigen, dass Scala dieses Mal besser mit dem Untergrund zurecht kam, denn nach 16 Minuten stand es bereits 3:0 für die blau-weißen Mädchen. Genauer gesagt für die Mädchen aus dem Alstertal, denn auch Pinneberg spielt traditionell in blau (da haben wir sie wieder, die Tradition), zog sich aber orangefarbene Leibchen über. Romy startete mit dem 1:0, Maja erhöhte nach einer Ecke auf 2:0 und Sophia konnte nach einem Zuspiel von Malak zum 3:0 vollenden. Mit dieser Führung im Rücken konnte Scala nun befreit das offensive Spiel fortsetzen. Die Defensivabteilung um Rebecca, Sara, Lucie, Riley und Lahja konnte sich ruhig am Spielaufbau beteiligen, Torfrau Hanna wurde nur selten geprüft. Malak traf dann auch schon zum 4:0, Lina zog jetzt im Mittelfeld neben Kimberly die Fäden. Und schon konnte man einen weiteren, schönen Spielzug von Scala anschauen: Rebecca startete diesen mit einem genauen Zuspiel auf Malak, die anschließend Raphy in Szene setzte: 5:0. Kurz vor der Halbzeit setzte sich dann Malak selbst noch einmal außen durch und netzte zum 6:0-Halbzeitstand ein.

 

In der zweiten Hälfte verlagerte sich Pinneberg noch stärker in die Defensive, und Scala nahm auch etwas das Tempo raus. Zudem wechselten Leon und Nele jetzt vermehrt aus und durch, so dass die Zuspiele ungenauer wurden oder die Mädchen sich in der tief stehenden Abwehr der Löwinnen festliefen. In der 44. und der 48. Minute gelangen Raphy aber noch weitere zwei Tore, und Scala wollte noch mehr: Jetzt durfte auch Torfrau Hanna im Feld auf der Außenbahn ran – Judith hatte sie in Hälfte zwei im Tor abgelöst – und auf der anderen Außenbahn legte die inzwischen offensiver agierende Lahja nochmal quer, doch die Schüsse von Kimberly und Malak konnten die Pinneberger Mädchen blocken. Im Gegenzug verlegten sich die Löwinnen immer mal aufs Kontern, doch diese Situationen konnte die Abwehr oder auch Torfrau Judith entschärfen. So pfiff Michi, der kurzfristig als Schiedsrichter eingesprungen war, das von ihm souverän geleitete Spiel beim Endstand von 8:0 aus Sicht der Scala-Mädchen ab.

 

Bis zum nächsten und letzten Punktspiel dieser Oberliga-Saison vergeht nun wieder ein wenig Zeit – am Sonntag, 15.05.2022 um 16 Uhr erwarten die Scala-Mädchen die C1 vom Harburger TB. Mal sehen, ob es für die Mädchen dann von einem backenden Vater nochmal einen Kuchen gibt? 🙂